![[Raya hotel & Panarea]](testate/1.jpg)


Hier trifft man sich zum Aperitif oder danach zum Nachtessen beim Licht der
Petrollampen.
Die Küche ist mediterran, wobei das Olivenöl, die Milch, die Schinken,
die Salami, der Käse, die Butter, der Honig, die Marmeladen, das Gemüse,
die Früchte, das Mehl, mit denen die Köche hier die Teigwaren,
das Brot und die Kuchen zubereiten, alle aus den Kooperativen stammen, die
dem Verlauf der Jahreszeiten folgend auf biologisch behandelten und dynamisierten Böden anbauen und produzieren.
Wenn schon gut kochen schwierig ist, so muss gut essen können eigentlich
noch schwieriger sein. Aber dem ist nicht so.
Im Raya sind die Rezepte einfach, manchmal geradezu elementar; gestützt
auf die Kombination von verschiedenen Lebensmitteln, wobei alles natürlich
ist: der Fisch wird frisch aus unserem Meer gefischt und das Fleisch stammt
aus lokalen Aufzuchten.
Die Ergebnisse sind außergewöhnlich, denn die Qualität ist
wie die unserer Vorfahren, der Geschmack und der Genuss wie anno dazumal.
Man beginnt mit einem Vorspiel von Hors d'œuvres: Scampisalat mit Zucchini,
Gemüse-Cous Cous mit Meeresfrüchten, Carpaccios aus Auberginen,
Schwertfisch, Tintenfisch; Gemüse- und Lachsröllchen.
Es folgen feine Brotnudeln mit Meeresfrüchten, Spaghetti mit Scampi
oder Hummer, Auberginengnocchi mit Tomaten und Ricotta, Zackenbarschravioli
mit Salbei und Minze, Bandnudeln mit Garnelen, dann Fisch gegrillt, gebraten,
"all'acqua pazza" (im speziellen Sud zubereitet), in verführerisch
duftenden Suppen.
Die Nachspeisen ? Sie reichen von der sizilianischen Tradition bis zu den
frischen sommerlichen Rezepten, die der Chef empfiehlt.
Und die Weine ? Eine kurze, aber intensive Liste; von den sizilianischen
Weinen, die verschiedene Preise gewonnen haben (auch im Ausland) bis zu
den Weinen aus den besten Kellern aller italienischen Regionen.
Die Köche geben überhaupt nicht den förmlichen Eindruck einer
Hotelschule, während sich bei der Bedienung an den Tischen ungezwungen
junge Leute aus allen Weltteilen abwechseln.
Das alles hindert mehr als hundert Gäste nicht daran, tadellos bedient
zu werden, in einer angenehmen, entspannenden Atmosphäre unter einem
Dach aus Tausenden von Sternen, bei Mondlicht, das auf dem Wasser romantische
Visionen und Lichtspiele spendet.
In der Ferne verschaffen die feurigen Lapilli des Stromboli unbezahlbare
Emotionen …